Ob Damen-, Herren- oder Kindermode: Im Großhandel für Kleidung findest du zahlreiche Möglichkeiten, deinen Onlineshop oder dein Modegeschäft mit passenden Produkten auszustatten. Doch nicht nur das Sortiment zählt. Auch Preise, Mindestbestellmengen, Lieferzeiten und die Qualität der Ware spielen eine wichtige Rolle.
In diesem Beitrag lernst du verschiedene Großhändler:innen und Plattformen für Kleidung in Deutschland kennen. Außerdem erfährst du, wie du passende Anbieter:innen vergleichst und worauf du achten solltest, damit sich der Einkauf für dein Geschäft lohnt.
Wozu brauchst du Großhandel für Kleidung in Deutschland?
Über den Kleidungsgroßhandel kannst du größere Mengen an Bekleidung für den Weiterverkauf beziehen, meist zu günstigeren Stückpreisen als im Einzelhandel. So kannst du dein Sortiment aufbauen oder erweitern, ohne die Produkte selbst herstellen zu müssen. Wichtig ist, zuverlässige Lieferant:innen zu finden, die hochwertige Kleidung zu fairen Konditionen anbieten und deren Sortiment zu deiner Zielgruppe passt. Eine langfristige Partnerschaft kann dir dabei helfen, dein Geschäft weiterzuentwickeln und deine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Welche Vorteile hat der Großhandel für Kleidung in Deutschland?
Die Zusammenarbeit mit Kleidungsgroßhändler:innen aus Deutschland kann dir einige Vorteile bieten:
- Kürzere Lieferzeiten: Wenn die Ware in Deutschland gelagert wird, sind schnelle Lieferungen und Nachbestellungen oft einfacher möglich. So kannst du beliebte Artikel zügig nachbestellen und musst weniger Ware auf Vorrat halten.
- Einfachere Kommunikation: Anbieter:innen aus Deutschland erreichst du während der üblichen Geschäftszeiten und kannst Fragen zu Bestellungen, Lieferungen oder Reklamationen direkt klären. Auch deutschsprachige Ansprechpartner können die Zusammenarbeit erleichtern.
- Geringerer Aufwand bei der Abwicklung: Bei Lieferungen aus Deutschland entfallen grenzüberschreitende Transportwege. Je nach Anbieter:in können dadurch Versand, Retouren und Reklamationen unkomplizierter ablaufen.
- Kleinere Mindestbestellmengen: Viele deutsche Anbieter:innen ermöglichen es dir, mit niedrigeren Stückzahlen zu beginnen. So kannst du Produkte testen, ohne zu viel Kapital zu binden.
Wichtig ist allerdings, dass ein deutscher Unternehmenssitz nicht automatisch kurze Lieferzeiten oder niedrige Versandkosten garantiert. Entscheidend ist, wo die Ware tatsächlich gelagert wird und zu welchen Konditionen sie verschickt wird. Auch die Herstellung findet nicht zwangsläufig in Deutschland statt. Wenn du mit regional produzierter Kleidung werben möchtest, solltest du die Herkunft der Produkte deshalb gesondert prüfen.
Großhandel für Damenkleidung: Top 5
Du möchtest Damenmode in dein Sortiment aufnehmen oder dein bestehendes Angebot erweitern? Diese fünf Anbieter:innen für Damenbekleidung im Großhandel bieten unterschiedliche Sortimente, von alltagstauglicher Mode über nachhaltige Kollektionen bis hin zu Dessous.
1. Orsay
Orsay ist eine ursprünglich deutsche Modemarke, die seit 1975 Damenbekleidung anbietet. Das Sortiment reicht von eleganten Kleidern und Blusen über Hosen und Freizeitmode bis hin zu Outfits für den Berufsalltag. Die Kollektionen verbinden feminine Designs mit modernen Schnitten und richten sich an Frauen mit unterschiedlichen Stilvorlieben.
Für Wiederverkäufer:innen bietet Orsay eine eigene Großhandelszusammenarbeit an. Dazu gehören ein breites Angebot an Lagerwaren, eine schnelle und unkomplizierte Logistik sowie Marketingunterstützung und professionelle Beratung. Händler:innen können Orsay-Produkte etwa in ihrem eigenen Multimarken-Geschäft anbieten. Auch Franchise-Partnerschaften sind möglich. Wenn du dich für eine Zusammenarbeit interessierst, kannst du Orsay direkt kontaktieren und dich über die aktuellen Konditionen und Mindestbestellmengen informieren.
2. Postskriptum GmbH
Die Postskriptum GmbH ist seit 2005 im Kleidungsgroßhandel tätig und beliefert Einzelhändler:innen in Europa, Asien, Afrika, Australien und Lateinamerika. Das Unternehmen hat sich auf originale Markenware und Restposten aus dem europäischen Einzelhandel spezialisiert. Zum Sortiment gehören Damen-, Herren- und Kinderbekleidung sowie Schuhe und Accessoires. Darüber hinaus unterstützt Postskriptum seine Handelspartner:innen bei der Produktauswahl, der Suche nach passenden Transportlösungen und der Zollabwicklung.
Das Unternehmen verfügt über mehr als 5.000 m² Lagerfläche in Westhausen und kontrolliert die Qualität seiner Waren vor dem Verkauf. Fehlerhafte Artikel werden aussortiert oder als B-Ware gekennzeichnet und zu reduzierten Preisen angeboten. Für die Lieferung stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, darunter DHL-Versand, Speditionen und die Selbstabholung im Lager. Auch kleinere Testbestellungen sind per DHL möglich. So können Händler:innen zunächst das Sortiment kennenlernen, bevor sie größere Warenmengen bestellen.
3. Kurt Kölln Großhandel
Kurt Kölln ist ein familiengeführter Modegroßhandel mit Sitz in Hamburg, der seit über 50 Jahren Bekleidung und Accessoires anbietet. Das Sortiment umfasst unter anderem Kleider, Blusen, Pullover, Röcke, Taschen, Schmuck sowie Tücher, Schals und Mützen. Besonders bekannt ist das Unternehmen für seine Kaschmirprodukte und die farbenfrohen Kollektionen der eigenen Marke Zwillingsherz. Dabei setzt Kurt Kölln auf eine Mischung aus zeitlosen Designs und aktuellen Modetrends.
Wiederverkäufer:innen können die Kollektionen online bestellen oder die Showrooms in Hamburg und München besuchen. Dabei gibt es keine feste Mindestabnahmemenge, allerdings gilt ein Mindestbestellwert von 250 €. Neue Artikel kommen wöchentlich hinzu und die Ware ist in der Regel innerhalb von ein bis zwei Tagen lieferbar.
Ein weiterer Vorteil ist das Private Labelling. Händler:innen können bei Kurt Kölln eigene Kollektionen unter ihrer Marke entwickeln lassen. Dafür stehen verschiedene Kleidungsstücke und Accessoires sowie unterschiedliche Materialien und Qualitäten zur Auswahl. Das Unternehmen unterstützt bei der Planung und Entwicklung der Designs, Labels und Hangtags und erstellt vor der Produktion Muster zur Ansicht. Private-Label-Kollektionen sind bereits ab 150 Stück pro Artikel möglich.
4. MW-Grosshandel
MW-Großhandel mit Sitz in Ilmenau hat sich auf Dessous, Damenunterwäsche und ausgefallene Mode für Wiederverkäufer:innen spezialisiert. Das Sortiment umfasst unter anderem Babydolls, Korsetts, Negligés, Nachtwäsche, Bodys, BHs und Slips sowie Clubwear und Bekleidung in großen Größen. Händler:innen finden hier Produkte verschiedener Marken, darunter Passion, Chilirose und Leg Avenue.
Ein Vorteil für kleinere Geschäfte ist, dass MW-Großhandel keinen Mindestbestellwert verlangt. Neben dem klassischen Großhandel bietet das Unternehmen auch Dropshipping an und versendet Bestellungen direkt an deine Kund:innen. Wenn du das Sortiment kennenlernen möchtest, kannst du dich online registrieren und deine Gewerbeanmeldung einreichen, um Zugang zum B2B-Shop zu erhalten.
5. Christmann-Jacoby Textilien
Christmann-Jacoby Textilien ist ein familiengeführter Modegroßhandel aus Hamburg, der seit 1990 Damenbekleidung für Wiederverkäufer:innen anbietet. Das Sortiment umfasst über 6.000 Artikel, darunter Kleider, Blusen, Tuniken, Shirts, Hosen, Röcke, Strickwaren, Jacken und Accessoires. Neben aktuellen Modetrends bietet das Unternehmen auch europäische Warenüberhänge zu reduzierten Einkaufspreisen an. Wöchentlich kommen neue Artikel hinzu, sodass Händler:innen ihr Sortiment regelmäßig ergänzen können.
Über den B2B-Onlineshop können Boutiquen und andere Wiederverkäufer:innen die verfügbaren Produkte direkt bestellen. Dabei gibt es keine Mindestbestellmenge und alle im Shop angezeigten Artikel sind laut Anbieter sofort ab Lager verfügbar. So kannst du auch kleinere Mengen einkaufen, neue Produkte ausprobieren und dein Sortiment flexibel an die Nachfrage deiner Kund:innen anpassen.
Lesetipp: Wie du die besten Händler:innen für den Kleidungsgroßhandel findest und sie überprüfst.
Großhandel für Herrenkleidung: Top 5
Du möchtest Herrenbekleidung in dein Sortiment aufnehmen oder dein bestehendes Angebot erweitern? Diese fünf Anbieter:innen für Herrenkleidung im Großhandel bieten eine vielseitige Auswahl, von Freizeit- und Businessmode über Arbeitskleidung bis hin zu Marken-Restposten. Hier erfährst du, welche Sortimente und Einkaufsmöglichkeiten sie für Wiederverkäufer:innen bereithalten.
1. Bolf
Bolf bietet ein vielseitiges Sortiment an Herrenbekleidung, das von lässiger Freizeitmode bis hin zu eleganter Kleidung für den Berufsalltag reicht. Dazu gehören unter anderem Hoodies, Jeans, T-Shirts, Jacken, Hemden und Anzüge. Die Kollektionen verbinden sportliche und moderne Designs mit erschwinglichen Preisen und werden regelmäßig um neue Artikel ergänzt.
Neben dem regulären Onlineshop bietet Bolf auch einen Großhandel für Wiederverkäufer:innen an. Dafür kannst du dich über die internationale Website bolf.eu als Großhändler:in registrieren oder direkt per E-Mail Kontakt aufnehmen. Bestellungen werden per DHL verschickt, wobei sich die Versandkosten nach dem Gewicht richten. Alternativ kannst du die Ware am Unternehmensstandort in Polen selbst abholen. Die aktuellen Einkaufskonditionen und Mindestbestellmengen kannst du direkt bei Bolf erfragen.
2. Textil-Großhandel
Textil-Großhandel bietet ein umfangreiches Sortiment, das von funktionaler Arbeitskleidung bis hin zu Freizeit- und Businessmode reicht. Dazu gehören T-Shirts, Poloshirts, Hoodies, Hemden, Hosen und Jacken in verschiedenen Größen, Farben und Materialien. Neben Berufsbekleidung für Handwerk, Gastronomie und andere Branchen findest du hier auch Streetwear, Sportbekleidung und nachhaltige Textilien. Das Sortiment umfasst bekannte Marken wie Fruit of the Loom, Russell und B&C.
Ein besonderer Vorteil ist die Möglichkeit, Kleidung individuell bedrucken oder besticken zu lassen. Dafür betreibt das Unternehmen eine eigene Textildruckerei in Dortmund und bietet einen Online-Konfigurator an. Händler:innen profitieren außerdem von einer umsatzabhängigen Rabattstaffelung, einer online einsehbaren Warenverfügbarkeit und kurzen Bearbeitungszeiten. Bestellungen, die werktags bis 10 Uhr eingehen, können bei entsprechender Verfügbarkeit und Zahlungsfreigabe noch am selben Tag bearbeitet werden.
3. SEIDL Workfashion & More OHG
SEIDL Workfashion & More OHG ist ein familiengeführter Fachhandel mit Sitz in Deggendorf, der seit 1998 Arbeitskleidung, Sicherheitsschuhe und persönliche Schutzausrüstung (PSA) anbietet. Das Sortiment richtet sich unter anderem an Unternehmen aus Handwerk, Bau, Industrie, Logistik und Gastronomie. Neben robuster Arbeitskleidung findest du hier auch Warnschutzbekleidung, Berufs- und Sicherheitsschuhe in verschiedenen Schutzklassen sowie passende Accessoires.
Darüber hinaus kannst du Arbeits- und Firmenkleidung individuell mit deinem Logo bedrucken oder besticken lassen. Bestellungen sind über den Onlineshop oder direkt im Fachgeschäft in Deggendorf möglich. Für größere Abnahmemengen bietet SEIDL individuelle Preisangebote an. Geschäftskund:innen aus Niederbayern können außerdem eine persönliche Beratung vor Ort vereinbaren.
4. Merkandi
Merkandi ist eine internationale B2B-Plattform, auf der du Herrenbekleidung im Großhandel von verschiedenen Anbieter:innen beziehen kannst. Das Sortiment umfasst unter anderem Marken-Restposten, Lagerüberschüsse, Retouren und Sonderposten, die teilweise bis zu 90 % günstiger angeboten werden. Über die Plattform kannst du gezielt nach Produkten, Marken und Großhändler:innen suchen und die Angebote beispielsweise nach Preis, Warenzustand oder Standort filtern.
Nach der Registrierung und Zahlung der Jahresgebühr erhältst du Zugriff auf die Kontaktdaten der von Merkandi überprüften Großhändler:innen und kannst sie direkt dort kontaktieren. Die Angebote enthalten Informationen zu Preisen, verfügbaren Mengen, Mindestbestellmengen sowie Zahlungs- und Lieferbedingungen. Mit einer Premium-Mitgliedschaft kannst du zusätzlich Bewertungen anderer Käufer:innen einsehen und auf eine Liste auffälliger beziehungsweise unseriöser Unternehmen zugreifen. So kannst du verschiedene Angebote vergleichen und passende Lieferant:innen für dein Geschäft finden.
5. L-Shop-Team
L-SHOP-TEAM ist ein Textilgroßhändler mit Sitz in Unna, der sich auf Bekleidung für Freizeit, Beruf und Werbezwecke spezialisiert hat. Das Sortiment umfasst über 120 internationale Marken und mehr als 6.000 Artikel, darunter T-Shirts, Poloshirts, Pullover, Hoodies, Jacken und weitere Basics in zahlreichen Größen und Farben. Damit richtet sich das Angebot besonders an Wiederverkäufer:innen, die größere Mengen an Kleidung oder Textilien für individuelle Kollektionen und Firmenbekleidung benötigen.
Neben der großen Produktauswahl bietet L-SHOP-TEAM verschiedene Möglichkeiten zur Personalisierung. Die Textilien eignen sich beispielsweise für Druck und Stickerei oder können mit eigenen Markenlabels versehen werden. Über den Onlineshop können Händler:innen die gewünschten Artikel bestellen und von einer hohen Warenverfügbarkeit profitieren. Auf Wunsch bietet das Unternehmen auch Expressversand oder einen neutralen Versand direkt an deine Kund:innen an.
Großhandel für Kinderbekleidung: Top 3
Du möchtest Baby- und Kinderkleidung in dein Sortiment aufnehmen oder dein bestehendes Angebot erweitern? Diese drei Anbieter:innen für Kinderbekleidung im Großhandel bieten unterschiedliche Sortimente, von Babybodys und Alltagskleidung bis hin zu Markenmode und eigenen Kinderkollektionen. Hier erfährst du, welche Einkaufsmöglichkeiten und Services sie für Wiederverkäufer:innen anbieten.
1. BakiDo
BaKiDo ist ein Großhandel für Baby- und Kinderbekleidung, der Geschäfte, Onlineshops und Outlets mit Mode europäischer Marken beliefert. Das Sortiment reicht von Bodys und Stramplern für Neugeborene über T-Shirts, Jeans, Leggings und Schlafanzüge bis hin zu Kleidern und Pullovern für ältere Kinder und Teenager. Neben aktuellen Kollektionen und Outletware findest du hier auch Kleidung aus Bio-Baumwolle und Wolle sowie Marken wie Name It und Blue Seven.
Für Wiederverkäufer:innen gilt ein Mindestbestellwert von 200 € zuzüglich Umsatzsteuer und Versand. BaKiDo bietet Staffelpreise, Mengenrabatte und die Möglichkeit, einzelne Größen zu bestellen. Auch Private-Label-Produktionen gehören zum Angebot. Um zu Händlerkonditionen einzukaufen, registrierst du dich im Onlineshop und reichst einen Gewerbenachweis ein. Wenn du gerade erst ein Geschäft für Kinderbekleidung gründest, kannst du dich außerdem kostenlos und unverbindlich beraten lassen.
2. World of Wear
World of Wear ist ein internationaler Kleidungsgroßhandel mit Sitz in Vilnius, Litauen, der auch Händler:innen in Deutschland beliefert. Das Unternehmen hat sich auf Markenbekleidung spezialisiert und bietet neben Damen- und Herrenmode auch ein Sortiment an Kinderkleidung an. Dazu gehören unter anderem T-Shirts, Hosen, Sweatshirts, Jacken und Sportbekleidung. Im aktuellen Katalog findest du Marken wie Disney, Guess, Diadora, Liewood und Liu Jo.
World of Wear bietet Kinderbekleidung in größeren Mengen an, ermöglicht nach eigenen Angaben aber auch kleinere Bestellungen. Bei der Auswahl der Produkte und der passenden Zahlungsmethode kannst du dich persönlich beraten lassen. Bestellungen und Lieferungen nach Deutschland sind möglich. Wenn du dich für bestimmte Marken oder Warenposten interessierst, kannst du den Anbieter direkt kontaktieren und die verfügbaren Mengen sowie die aktuellen Konditionen erfragen.
3. Jacky Baby und Kindermoden GmbH
Die Jacky Baby- & Kindermoden GmbH mit Sitz in Metzingen ist seit 1965 auf Baby- und Kinderbekleidung spezialisiert. Das Unternehmen entwickelt eigene Kollektionen, die über Fachgeschäfte, ausgewählte Filialisten und Onlineshops vertrieben werden. Zum Sortiment gehören unter anderem Bodys, Strampler, Schlafanzüge und weitere Baby- und Kinderkleidung. Neben den saisonalen JACKY-Kollektionen bietet das Unternehmen auch die Marke BOLEY sowie eine Auswahl dauerhaft erhältlicher Basics an.
Für Wiederverkäufer:innen betreibt JACKY einen eigenen B2B-Onlineshop. Um Zugang zu erhalten, kannst du dich beim Vertrieb registrieren und dein Unternehmen als Händler:in legitimieren lassen. Darüber hinaus stehen persönliche Ansprechpartner:innen und Showrooms in Metzingen und Schkeuditz für die Beratung zur Verfügung. Aktuelle Kollektionen und Neuheiten kannst du auch über die saisonalen Kataloge kennenlernen.
Lesetipp: Hier erfährst du, wie du Kleidung produzierst und deine Modemarke aufbaust.
Großhandel für Schwimmbekleidung: Top 4
Du möchtest dein Sortiment um Bademode und Schwimmbekleidung erweitern? Diese vier Anbieter:innen bieten eine vielseitige Auswahl, von Badeanzügen und Bikinis über Badehosen bis hin zu Schwimmzubehör und Marken-Restposten.
1. Wordans
Wordans ist ein Textilgroßhandel, der neben Freizeit-, Sport- und Berufsbekleidung auch Bademode anbietet. Das Sortiment umfasst vor allem Badehosen und Badeshorts für Herren und Kinder, darunter Modelle von Marken wie SOL’S, Proact und Roly. Die Produkte sind in verschiedenen Farben und Größen erhältlich und eignen sich unter anderem für Sportvereine, Unternehmen und Händler:innen, die ihr Sortiment um funktionale Bademode erweitern möchten.
Für Wiederverkäufer:innen bietet Wordans einen Onlineshop mit transparenten Mengenpreisen. Je nach Artikel sinkt der Stückpreis bei größeren Bestellungen. Auch individuelle Angebote für umfangreiche Bestellmengen sind möglich. Darüber hinaus eignen sich viele Textilien für den Druck eigener Designs oder Logos. So kannst du beispielsweise personalisierte Bademode für dein Geschäft oder deine Kund:innen anbieten.
2. Faire
Faire ist ein internationaler Online-Marktplatz für den Großhandel, der unabhängige Marken mit Einzelhändler:innen verbindet. Im Bereich Bademode und Strandbekleidung findest du Produkte verschiedener Anbieter:innen, darunter Badeanzüge, Bikinis, Tankinis, Badeshorts, Strandkleider und Pareos. Über die Such- und Filterfunktionen kannst du gezielt nach Marken, Produkten und passenden Angeboten für dein Geschäft suchen.
Die Registrierung für Wiederverkäufer:innen ist kostenlos. Ein besonderer Vorteil sind die flexiblen Einkaufsbedingungen: Für berechtigte Händler:innen bietet Faire ein Zahlungsziel von bis zu 60 Tagen an. Außerdem kannst du deine erste Bestellung bei einer Marke in der Regel innerhalb von 60 Tagen kostenlos zurücksenden, sofern die Rückgabebedingungen erfüllt sind. So kannst du neue Bademodenmarken ausprobieren, bevor du größere Mengen für dein Sortiment bestellst.
3. Fashy
Fashy ist ein familiengeführtes Unternehmen mit Sitz in Korntal-Münchingen, das seit 1948 besteht und neben Wärmeprodukten auch Bademode und Schwimmzubehör anbietet. Das Sortiment umfasst Badeanzüge, Bikinis, Tankinis und Strandmode für Damen, Badehosen und Badeshorts für Herren sowie Bademode für Babys und Kinder. Dazu kommen funktionale Schwimmbekleidung der Marke Aquafeel, Badeschuhe, Schwimmbrillen, Badekappen und weitere Accessoires für den Wassersport.
Fashy arbeitet mit Fachhändler:innen zusammen und bietet eine Händlersuche, über die Kund:innen Verkaufsstellen in ihrer Nähe finden können. Für Fragen zum Sortiment oder zu einer möglichen Zusammenarbeit kannst du das Unternehmen direkt kontaktieren. Angaben zu Mindestbestellmengen und Großhandelspreisen sind öffentlich nicht verfügbar. Diese Konditionen solltest du deshalb direkt bei Fashy erfragen.
4. NIPA Stock GmbH
Die NIPA Stock GmbH mit Sitz in Wiesbaden ist ein Großhändler für Markenbekleidung aus Restposten und Lagerüberschüssen. Neben Damen-, Herren- und Kinderkleidung bietet das Unternehmen auch Bademode an. Das Sortiment umfasst insbesondere neue Damenbadeanzüge verschiedener Marken, Modelle und Größen, die in gemischten Warenposten verkauft werden. Damit eignet sich NIPA Stock besonders für Händler:innen, die Markenbademode zu reduzierten Einkaufspreisen anbieten möchten.
Wiederverkäufer:innen können sich direkt an das Unternehmen wenden, um Informationen zu verfügbaren Warenposten, Preisen und Bestellmengen zu erhalten. NIPA Stock unterstützt bei der Produktauswahl und organisiert auf Wunsch den Versand innerhalb Europas. Da das Angebot von den verfügbaren Restposten abhängt, können Marken, Modelle und Mengen variieren. Wenn du flexibel bei der Zusammenstellung deines Sortiments bist, findest du hier eine Möglichkeit, unterschiedliche Bademodenartikel für dein Geschäft einzukaufen.
In diesem Video (auf Englisch) findest du weitere Informationen zum Thema Kleidung und wie man eine neue Modemarke startet:
Wie rentabel ist der Einkauf im Großhandel für Kleidung in Deutschland?
Wie rentabel der Verkauf von Kleidung ist, hängt unter anderem von deinen Einkaufspreisen, Verkaufspreisen und laufenden Kosten ab. Eine Orientierung bietet die Richtsatzsammlung des Bundesfinanzministeriums: Für den Einzelhandel mit Textilien und Oberbekleidung nennt sie für 2025 Rohgewinnspannen zwischen 38 und 65 %. Aber aufgepasst: Diese Werte dienen der steuerlichen Prüfung und sind keine festen Gewinnvorgaben für dein Geschäft.
Der Kleidungsgroßhandel kann dir dabei helfen, deine Gewinnmarge zu verbessern. Denn wenn du größere Mengen einkaufst, erhältst du häufig günstigere Stückpreise.
Entscheidend ist, wie viel nach dem Einkauf für dich übrig bleibt. Angenommen, du kaufst eine Damenbluse für 50 € netto im Großhandel ein und verkaufst sie für 110 € netto weiter. Dann erzielst du einen Rohertrag von 60 € pro Bluse. Das entspricht einer Bruttomarge von rund 54,5 %.
Verkaufst du 200 dieser Blusen in einem Monat zum regulären Preis, ergibt das einen Rohertrag von 12.000 €. Davon musst du allerdings noch weitere Kosten wie Versand, Lagerung, Marketing und mögliche Retouren decken. Erst danach zeigt sich, wie viel Gewinn dein Geschäft tatsächlich erzielt.
Der Vorteil des Großhandelseinkaufs liegt also nicht allein im günstigeren Einkaufspreis. Wenn du deine Kosten sorgfältig kalkulierst, kannst du wettbewerbsfähige Verkaufspreise anbieten und gleichzeitig genug Spielraum für deine Betriebsausgaben und deinen Gewinn schaffen.
„Je nach Einkaufsvolumen können Anbieter:innen Rabatte für Szenarien wie prompte Zahlung gewähren, die die Lagerkosten weiter senken“, sagt Nilesh Mehta, Gründer von Independence Bridge Consulting.
So wählst du den richtigen Großhandel für Kleidung in Deutschland aus
Die Wahl deiner Großhandelspartner:innen hat großen Einfluss auf den Erfolg deines Modegeschäfts. Schließlich bestimmen Einkaufspreise, Produktqualität und Lieferbedingungen mit darüber, wie rentabel du deine Kleidung verkaufen kannst und wie zufrieden deine Kund:innen sind. Deshalb lohnt es sich, verschiedene Anbieter:innen sorgfältig zu vergleichen, bevor du dich für eine Zusammenarbeit entscheidest.
Wichtige Kriterien bei der Auswahl
Ob ein Großhandel zu deinem Geschäft passt, hängt nicht allein vom Preis ab. Auch Qualität, Mindestbestellmengen, Lieferbedingungen und Kundenservice spielen eine wichtige Rolle. Mit der folgenden Entscheidungsmatrix kannst du mehrere Anbieter:innen anhand derselben Kriterien bewerten.
Die Gewichtungen sind ein Beispiel. Du kannst sie an dein Geschäftsmodell anpassen, je nachdem, ob dir etwa günstige Einkaufspreise, kleine Bestellmengen oder eine schnelle Nachlieferung besonders wichtig sind.
| Kriterium | Gewichtung | Worauf du achten solltest |
|---|---|---|
| Preis und Einkaufskonditionen | 30 % | Vergleiche nicht nur die Stückpreise, sondern auch Mengenrabatte, Versandkosten und Zahlungsbedingungen. Schon 3 € Unterschied pro Artikel machen bei 500 verkauften Stück einen Unterschied von 1.500 € aus. |
| Produktqualität und Sortiment | 25 % | Achte auf Verarbeitung, Materialien, Passform und eine passende Auswahl an Größen und Modellen. Musterbestellungen helfen dir, die Qualität vor einem größeren Einkauf zu prüfen. |
| Mindestbestellmenge | 20 % | Prüfe, ob es Mindeststückzahlen oder Mindestbestellwerte gibt und ob du einzelne Größen nachbestellen kannst. Flexible Bestellmengen helfen dir, neue Produkte zu testen, ohne zu viel Kapital in Lagerware zu binden. |
| Lieferbedingungen und Zuverlässigkeit | 15 % | Vergleiche Lieferzeiten, Versandkosten, Warenverfügbarkeit und Möglichkeiten zur Nachbestellung. Kläre auch, wie die Anbieter:innen mit Lieferverzögerungen und beschädigter Ware umgehen. |
| Kundenservice | 10 % | Achte auf erreichbare Ansprechpartner:innen, verständliche Informationen und eine zuverlässige Bearbeitung von Fragen und Reklamationen. |
Prüfe außerdem, ob die Kleidung die geltenden gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Dazu gehört insbesondere die korrekte Textilkennzeichnung. Nach den EU-Vorschriften zur Kennzeichnung von Textilien müssen unter anderem die verwendeten Textilfasern und ihre Zusammensetzung angegeben werden. Wenn du Kleidung in Deutschland verkaufst, müssen die entsprechenden Informationen für deine Kund:innen auf Deutsch verfügbar sein.
So verwendest du die Entscheidungsmatrix:
- Bewerte die Anbieter:innen: Vergib für jedes Kriterium eine Punktzahl von 1 bis 10. Dabei steht 1 für sehr schlecht und 10 für hervorragend.
- Berechne die gewichteten Punkte: Multipliziere jede Bewertung mit der jeweiligen Gewichtung. Erhält ein Großhandel beim Preis 8 Punkte, ergibt das bei einer Gewichtung von 30 % insgesamt 2,4 Punkte.
- Addiere die Ergebnisse: Wiederhole die Berechnung für alle fünf Kriterien und addiere die gewichteten Punkte. So erhältst du eine Gesamtbewertung zwischen 1 und 10.
- Vergleiche deine Favorit:innen: Die höchste Punktzahl zeigt dir, welcher Großhandel deine festgelegten Anforderungen insgesamt am besten erfüllt. Prüfe vor der ersten größeren Bestellung trotzdem die Vertragsbedingungen und bestelle nach Möglichkeit zunächst Muster.
Ein Beispiel: Anbieter:in A erhält beim Preis 9 Punkte und damit gewichtet 2,7 Punkte. Anbieter:in B erreicht mit 7 Punkten eine gewichtete Bewertung von 2,1. Dieser Unterschied kann sich bei größeren Bestellmengen deutlich auf deine Kosten auswirken. Wenn Anbieter:in B allerdings bessere Qualität oder zuverlässigere Lieferbedingungen bietet, kann die Gesamtbewertung trotzdem höher ausfallen.
Fazit: Den passenden Großhandel für Kleidung in Deutschland finden
Die Wahl der richtigen Großhandelspartner:innen ist ein wichtiger Schritt für dein Modegeschäft. Vergleiche verschiedene Angebote und bestelle zunächst Muster, um die Qualität zu prüfen. Gerade bei größeren Bestellmengen lohnt es sich, nach Rabatten zu fragen und Preise zu verhandeln. Achte außerdem auf Lieferzeiten und plane deine Bestellungen vorausschauend, um Engpässe zu vermeiden. Eine langfristige Zusammenarbeit kann dir zusätzliche Vorteile bringen, etwa durch bessere Einkaufskonditionen oder exklusive Angebote.
Nimm dir Zeit, verschiedene Anbieter:innen für den Kleidungsgroßhandel in Deutschland zu vergleichen. Entscheidend ist, dass Sortiment, Konditionen und Geschäftsbedingungen zu deiner Zielgruppe und deinen Unternehmenszielen passen. Die hier vorgestellten Großhändler bieten dir dafür eine gute Ausgangsbasis.
Wenn du noch nicht bereit bist, größere Mengen einzukaufen, kannst du stattdessen mit anderen Shopify-Marken zusammenarbeiten. Über Shopify Collective kannst du deren Produkte in deinem Onlineshop anbieten, ohne sie selbst auf Lager zu halten. Die Partnermarken übernehmen den Versand direkt an deine Kund:innen. So kannst du dein Sortiment erweitern und herausfinden, welche Produkte besonders gut ankommen, bevor du größere Mengen einkaufst.
Häufig gestellte Fragen zum Großhandel für Kleidung in Deutschland
Was sind einige der besten Großhändler für Kleidung in Deutschland?
Zu den Anbieter:innen für den Kleidungsgroßhandel in Deutschland gehören unter anderem Orsay, Christmann-Jacoby Textilien, Textil-Großhandel, Bolf.de und BaKiDo. Welcher Großhandel am besten zu deinem Geschäft passt, hängt von deinem Sortiment, deiner Zielgruppe und deinen Anforderungen an Preise, Qualität und Lieferbedingungen ab.
Wie kannst du neue Kleidung im Großhandel kaufen?
Du kannst Kleidung direkt über die Websites oder B2B-Onlineshops der Großhändler:innen bestellen. Häufig musst du dich dafür als gewerbliche:r Kund:in registrieren und einen Gewerbenachweis einreichen. Vergleiche anschließend die Preise, Mindestbestellmengen und Lieferbedingungen. Wenn du mit neuen Anbieter:innen zusammenarbeitest, empfiehlt es sich, zunächst Muster oder kleinere Mengen zu bestellen, bevor du größere Bestellungen aufgibst.
Gibt es nachhaltige Optionen bei Großhändler:innen?
Ja, einige Großhändler:innen bieten Kleidung aus Materialien wie Bio-Baumwolle oder recycelten Fasern an. Auf Plattformen wie Faire kannst du beispielsweise nach Marken mit entsprechenden Nachhaltigkeitsmerkmalen suchen. Achte dabei auf nachvollziehbare Angaben zu Materialien, Herstellung und anerkannten Zertifizierungen. Ein deutscher Unternehmenssitz oder die Bezeichnung „nachhaltig“ allein sagt noch nichts über die tatsächlichen Produktionsbedingungen aus.
Ist der Großhandel mit Kleidung rentabel?
Ja, der Einkauf von Kleidung im Großhandel kann rentabel sein, wenn du deine Einkaufspreise, Verkaufspreise und laufenden Kosten sorgfältig kalkulierst. Größere Bestellmengen ermöglichen häufig günstigere Stückpreise und damit höhere Gewinnspannen. Wie viel Gewinn du tatsächlich erzielst, hängt aber auch von Versandkosten, Lagerhaltung, Retouren und der Nachfrage nach deinen Produkten ab.
Was ist die Mindestbestellmenge bei Großhändler:innen für Kleidung in Deutschland?
Die Mindestbestellmenge hängt von den jeweiligen Anbieter:innen und den Produkten ab. Manche Großhändler:innen erlauben Bestellungen einzelner Artikel, während andere feste Stückzahlen oder einen Mindestbestellwert verlangen. Prüfe deshalb vor der Registrierung oder Bestellung, welche Bedingungen für dein gewünschtes Sortiment gelten.
Kannst du dein eigenes Label auf Großhandelskleidung anbringen?
Ja, einige Großhändler:innen bieten Private Labeling oder White Labeling an. Dabei kannst du Kleidung unter deiner eigenen Marke verkaufen und je nach Anbieter:in etwa eigene Etiketten, Hangtags oder Designs verwenden. Kurt Kölln Großhandel unterstützt Händler:innen etwa bei der Entwicklung eigener Kollektionen und bietet Private-Label-Produktionen ab 150 Stück pro Artikel an. Kläre vorab, welche Anpassungen möglich sind und welche Mindestbestellmengen gelten.
Wie berechnest du Gewinnmargen beim Kauf von Großhandelskleidung?
Ziehe zunächst deine gesamten Einkaufskosten vom Nettoverkaufspreis ab. Dazu gehören neben dem Einkaufspreis auch direkt zurechenbare Kosten wie Versand oder individuelle Anpassungen. Teile den verbleibenden Betrag durch den Nettoverkaufspreis und multipliziere das Ergebnis mit 100.
Formel: Bruttomarge (%) = (Nettoverkaufspreis − Einstandskosten) ÷ Nettoverkaufspreis × 100
Kaufst du beispielsweise eine Bluse für 50 € netto ein und verkaufst sie für 110 € netto weiter, beträgt deine Bruttomarge rund 54,5 %, sofern keine weiteren Einstandskosten anfallen. Davon musst du noch deine übrigen Betriebskosten decken.
Welche Faktoren solltest du beim Vergleich von Kleidungsgroßhändler:innen priorisieren?
Achte vor allem auf Einkaufspreise, Produktqualität, Mindestbestellmengen, Lieferbedingungen und Kundenservice. Prüfe außerdem, wie zuverlässig die gewünschten Artikel verfügbar sind und welche Regelungen für Reklamationen und Rücksendungen gelten. Entscheidend ist nicht allein der günstigste Stückpreis, sondern ob ein Großhandel dein Geschäft langfristig zuverlässig beliefern kann.












