Ein Samstagmittag in deinem Geschäft: An der Kasse wartet jemand mit einer Flasche Wasser, davor wird ein voller Einkaufswagen ausgepackt. Während die Schlange wächst, unterbricht jemand aus deinem Team die Arbeit am Regal, um eine weitere Kasse zu öffnen.
Wenn sich solche Situationen regelmäßig wiederholen, lohnt sich ein Blick auf deinen Kassenbereich. Schließlich prägt auch das Ende eines Einkaufs, wie Kund:innen dein Geschäft in Erinnerung behalten. Wer seine Produkte längst gefunden hat, möchte auf den letzten Metern möglichst zügig vorankommen.
Immer mehr Handelsunternehmen setzen dafür auf Selbstbedienungskassen: Laut EHI-Markterhebung waren im August 2025 bereits 10.366 Geschäfte in Deutschland mit stationären SB-Kassen ausgestattet. Ob eine solche Lösung auch in deinen Geschäftsalltag passt, hängt allerdings von mehr ab als einem freien Platz neben der bisherigen Kasse.
In diesem Beitrag erfährst du, welche Möglichkeiten Selbstbedienungskassen eröffnen, wie du passende Systeme vergleichst und worauf es bei der Einführung in deinem Geschäft ankommt.
Was ist eine Selbstbedienungskasse?
Eine Selbstbedienungskasse, auch SB-Kasse oder Self-Checkout genannt, ist ein Kassensystem, an dem Kund:innen ihre Waren selbst erfassen und bezahlen. Je nach technischer Ausstattung scannen sie die Artikel einzeln oder das System erkennt die Produkte automatisch, etwa mithilfe von Bilderkennung oder RFID-Technologie.
Wie funktioniert eine Selbstbedienungskasse?
Ein Bildschirm führt deine Kund:innen durch die einzelnen Schritte an der klassischen Selbstbedienungskasse. Im Hintergrund verarbeitet die Kassensoftware die erfassten Artikel und übermittelt den Gesamtbetrag an das Zahlungsterminal.
Artikel scannen
Zunächst halten Kund:innen die Barcodes ihrer Produkte vor den Scanner. Dieser liest den jeweiligen Code aus, sodass die Kassensoftware den hinterlegten Preis abrufen und den Artikel zum Einkauf hinzufügen kann. Auf dem Bildschirm sehen sie, welche Produkte bereits erfasst sind.
Ware ohne Barcode auswählen
Für lose Produkte ohne Barcode, etwa Obst oder Backwaren, steht je nach System eine Artikelauswahl auf dem Bildschirm zur Verfügung. Kund:innen wählen dort das passende Produkt und geben beispielsweise die Stückzahl an. Hängt der Preis vom Gewicht ab, wiegt eine Waage die Ware, damit das Kassensystem den Preis berechnen kann.
Produkte ablegen
Nach dem Erfassen legen Kund:innen ihre Artikel im vorgesehenen Ablagebereich ab. Bei manchen Selbstbedienungskassen befindet sich dort eine Kontrollwaage, die das tatsächliche Gewicht mit dem erwarteten Gewicht der gescannten Produkte abgleicht. Erkennt das System eine Abweichung, kann es den Vorgang zur Prüfung unterbrechen.
Einkauf prüfen und bezahlen
Sind alle Produkte erfasst, kontrollieren Kund:innen die angezeigten Positionen und wechseln anschließend zur Zahlung. Welche Zahlungsarten du bereitstellen kannst, hängt von der Ausstattung deiner Selbstbedienungskasse ab. Während manche Modelle auch Bargeld annehmen, beschränken sich andere auf Karten und mobile Zahlungen.
Kauf abschließen
Sobald die Zahlung bestätigt ist, ist der Einkauf abgeschlossen. Kund:innen erhalten je nach System einen gedruckten oder digitalen Beleg und können ihre Waren mitnehmen.
Während des gesamten Ablaufs bleibt dein Team ansprechbar und greift ein, wenn Unterstützung nötig ist. Das kann etwa bei einem nicht erkannten Barcode oder einer erforderlichen Altersprüfung der Fall sein. Ob Kund:innen versehentlich doppelt gescannte Artikel selbst entfernen können oder dafür Mitarbeiter:innen benötigen, hängt von der Kassensoftware ab.
Welche Arten von Selbstbedienungskassen gibt es?
Selbstbedienungskassen unterscheiden sich vor allem darin, wo und wie sie Produkte erfassen. Neben festen Kassenstationen gibt es mobile Lösungen für den Einkauf zwischen den Regalen und Systeme, die Waren automatisch erkennen. Die folgende Übersicht hilft dir, die Konzepte einzuordnen:
| System | Wie werden die Artikel erfasst? | Wo wird der Einkauf abgeschlossen? |
|---|---|---|
| Klassische SB-Kasse | Kund:innen scannen die Artikel einzeln. | An einer festen Kassenstation |
| Scan & Go | Kund:innen scannen bereits während des Einkaufs per Handscanner oder Smartphone. | Je nach Lösung an einer Kasse oder mobil |
| Kasse mit automatischer Produkterkennung | Kameras oder Funktechnik erkennen die abgelegten Artikel. | An einer dafür ausgestatteten Kassenstation |
| Kassenloses Konzept | Kameras und Sensoren erfassen die entnommenen Waren im Geschäft. | Je nach Konzept automatisch beim Verlassen |
Klassische Selbstbedienungskassen
Bei dieser Variante bündelst du das Erfassen und Bezahlen an einem festen Platz in deinem Geschäft. Die Ausstattung reicht von kompakten Terminals bis zu größeren Stationen mit Wiegefunktion und Ablageflächen. Du kannst diese Kassen auch neben bedienten Kassen einsetzen, sodass deine Kund:innen zwischen beiden Möglichkeiten wählen können.
Scan & Go mit Handscanner oder Smartphone
Mit Scan & Go verlagert sich das Scannen auf die Verkaufsfläche: Deine Kund:innen erfassen jedes Produkt, bevor sie es in den Einkaufswagen oder die Tasche legen. Dafür stellst du Handscanner bereit oder ermöglichst den Zugriff über eine Smartphone-App.
Die Bezeichnung bedeutet allerdings nicht automatisch, dass auch die Zahlung per App erfolgt. Bei einigen Unternehmen übertragen Kund:innen ihren erfassten Einkauf über einen QR-Code an eine Expresskasse und bezahlen dort. Im regulären Ablauf müssen sie die Waren dafür nicht erneut auspacken.
Selbstbedienungskassen mit automatischer Produkterkennung
Diese Systeme können mehrere Artikel erfassen, ohne dass Kund:innen jeden Barcode einzeln vor einen Scanner halten. Dabei kommen unterschiedliche Technologien zum Einsatz.
Kamerabasierte Lösungen wie Mashgin erkennen Produkte anhand ihrer sichtbaren Merkmale, etwa Form und Farbe. RFID-Systeme lesen dagegen Funketiketten aus, mit denen die Waren ausgestattet sind. Für dein Geschäft hängt die technische Ausstattung somit davon ab, welches Erkennungsverfahren du einsetzen möchtest.
Kassenlose Konzepte
Bei kassenlosen Konzepten verteilt sich die Technik über den Verkaufsraum. Kameras und Sensoren erfassen, welche Waren Kund:innen mitnehmen oder zurücklegen, und ordnen sie einem digitalen Einkauf zu. Dadurch entfällt der Halt an einer klassischen Kassenstation.
Ein Beispiel: Kund:innen hinterlegen eine Zahlungsart und identifizieren sich je nach Standort am Eingang oder Ausgang per QR-Code. Der Einkauf wird automatisch abgerechnet. Wenn du ein solches Konzept einführen möchtest, betrifft das deshalb die technische Ausstattung deines gesamten Geschäfts.
Wann lohnt sich eine Selbstbedienungskasse für dein Geschäft?
Eine Selbstbedienungskasse kann sich lohnen, wenn sich bei dir regelmäßig Warteschlangen bilden und viele Kund:innen nur wenige, leicht erfassbare Artikel kaufen. Entscheidend ist, ob sie deinen Kassenbereich im Alltag ausreichend entlastet, um die zusätzlichen Ausgaben und den Betreuungsaufwand zu rechtfertigen.
Die wichtigsten Vor- und Nachteile im Überblick:
| Vorteile | Nachteile und Herausforderungen |
|---|---|
| Mehrere Kund:innen können parallel ihren Einkauf abschließen. | Bedienprobleme oder technische Störungen können den Ablauf verzögern. |
| Mitarbeiter:innen können mehrere SB-Kassen betreuen. | Aufsicht und Unterstützung bleiben notwendig. |
| Kund:innen können ihren Einkauf eigenständig erledigen. | Die Bedienung ist nicht für alle Menschen gleichermaßen zugänglich. |
| Routineaufgaben an der Kasse können weniger Personal binden. | Anschaffung und laufender Betrieb verursachen zusätzliche Kosten. |
| Eine zusätzliche Kassenoption kann Stoßzeiten entzerren. | Fehlende oder falsche Warenerfassung kann zu Verlusten führen. |
Vorteile: Wann Selbstbedienungskassen dein Team entlasten
Wenn mehrere Kund:innen ihre Einkäufe gleichzeitig abschließen können, verteilt sich der Andrang auf zusätzliche Kassenplätze. Besonders bei kleinen Warenkörben kann das den Ablauf beschleunigen. Im Consumer Barometer von KPMG und EHI aus dem Jahr 2024 schätzten 62 Prozent der Befragten den schnelleren Ablauf an Selbstbedienungskassen gegenüber klassischen Kassen.
Für deine Personalplanung entsteht ein Vorteil, wenn eine Person mehrere Stationen betreuen kann, ohne ständig eingreifen zu müssen. Ob dadurch Zeit für Beratung oder andere Aufgaben frei wird, hängt vom tatsächlichen Unterstützungsbedarf ab. Eine pauschale Personalersparnis solltest du deshalb nicht voraussetzen.
Beobachte vor allem deine Stoßzeiten: Wie lange warten Kund:innen, wie viele Artikel kaufen sie und wie oft muss dein Team kurzfristig eine weitere Kasse öffnen? Diese Werte helfen dir einzuschätzen, ob zusätzliche SB-Kassen ein konkretes Problem lösen würden.
Herausforderungen: Was den Nutzen begrenzen kann
Bei großen Warenkörben oder Produkten, die sich schwer erfassen lassen, kann die selbstständige Bedienung aufwendig werden. Kommen häufig Rückfragen oder Freigaben hinzu, muss dein Team entsprechend viel Zeit im Kassenbereich einplanen. Auch die Zugänglichkeit zählt: Schwer erreichbare Bedienelemente oder schlecht lesbare Anzeigen können Kund:innen ausschließen.
Hinzu kommt das Risiko, dass Waren versehentlich falsch erfasst oder bewusst nicht bezahlt werden. Für deine Entscheidung solltest du deshalb mögliche Warenverluste und den Aufwand für Kontrollen berücksichtigen. Wie sich Self-Checkout auf deine Inventurdifferenzen auswirkt, musst du im eigenen Betrieb beobachten.
Überlege außerdem, welche Rolle der persönliche Kontakt in deinem Geschäft spielt. Wenn Kund:innen beim Bezahlen häufig noch Fragen stellen oder eine Empfehlung erwarten, sollte dafür weiterhin Raum bleiben. Eine ergänzende SB-Kasse kann zu deinem Service passen, ohne dass du sämtliche bedienten Kassen ersetzt.
Kosten: Welche Ausgaben du einkalkulieren solltest
Ob sich eine Selbstbedienungskasse finanziell lohnt, zeigt sich an den gesamten Ausgaben über ihre Nutzungsdauer. Neben dem Gerätepreis zählen dazu die Einrichtung und der laufende Betrieb. Vergleiche Angebote deshalb für denselben Zeitraum, beispielsweise drei Jahre, und achte darauf, welche Leistungen jeweils enthalten sind.
Diese Kostenpositionen gehören in deine Kalkulation:
- Hardware: Kassenterminal und benötigte Zusatzgeräte, etwa Kartenlesegerät, Waage oder Bargeldmodul.
- Einrichtung und Anbindung: Installation, Verbindung mit deiner Warenwirtschaft und mögliche Anpassungen im Kassenbereich.
- Laufender Betrieb: Softwarelizenzen, Zahlungsgebühren sowie Wartung und Support, sofern diese separat berechnet werden.
- Interner Aufwand: Arbeitszeit für Schulungen, Betreuung und Kontrollen.
Bitte die jeweiligen Unternehmen um ein aufgeschlüsseltes Angebot. So erkennst du beispielsweise, ob ein günstiger Gerätepreis mit höheren monatlichen Gebühren verbunden ist oder ob du benötigte Schnittstellen zusätzlich bezahlen musst.
Stelle den Gesamtkosten anschließend den erwarteten Nutzen gegenüber. Frei gewordene Stunden senken deine Personalkosten unmittelbar, wenn du dadurch weniger bezahlte Arbeitszeit benötigst. Übernehmen deine Mitarbeiter:innen stattdessen mehr Beratung, bleibt die Lohnsumme zunächst gleich. Bewerte daher getrennt, welche Ausgaben tatsächlich entfallen und wo dein Geschäft durch den veränderten Personaleinsatz profitieren kann.
Selbstbedienungskassen im Vergleich: Modelle und Funktionen
Für die Auswahl einer Selbstbedienungskasse hilft ein Blick auf konkrete Modelle. Die folgenden drei Systeme zeigen unterschiedliche Ansätze, vom kompakten Terminal für Bäckereien bis zur Kasse, die zwischen Selbstbedienung und Personalbedienung wechseln kann.
| Unternehmen und Modell | Einsatzschwerpunkt | Ausstattung und Besonderheiten |
|---|---|---|
| HS-Soft: K2 Mini SelfCheckout | Bäckereien, Konditoreien und Café-Betriebe | 15,6-Zoll-Touchdisplay, integrierter Scanner und Belegdrucker |
| Diebold Nixdorf: DN Series EASY eXpress | Kleinere Ladenformate mit unterschiedlichen Anforderungen an die Aufstellung | Wand-, Tresen- oder Säulenmontage; je nach Ausführung um Sicherheitswaage und Bargeldmodul ergänzbar |
| Toshiba: Pro-X Hybrid Kiosk | Kassenplätze mit wechselnder Selbstbedienung und Personalbedienung | Kompakte Tresenlösung, optional drehbare Basis; mit Toshibas CHEC-Software und Windows-basierten POS-Anwendungen kompatibel |
HS-Soft K2 Mini SelfCheckout
HS-Soft richtet seine Kassenlösungen insbesondere an Bäckereien, Konditoreien und Café-Betriebe. Beim K2 Mini SelfCheckout sind Scanner und Belegdrucker bereits im Gerät integriert. Für bargeldloses Bezahlen benötigst du zusätzlich ein passendes Zahlungsterminal.
Diebold Nixdorf DN Series EASY eXpress
Beim DN Series EASY eXpress steht die flexible Aufstellung im Vordergrund. Je nach Ausführung lässt sich das System an einer Wand, auf einem Tresen oder auf einer Standsäule platzieren. Die Cash-Variante kann zusätzlich mit einer Sicherheitswaage und einem Bargeldmodul ausgestattet werden.
Damit kannst du bei der Auswahl von deiner vorhandenen Fläche und den gewünschten Zahlungsarten ausgehen. Frage im Angebot gezielt nach der passenden Ausführung einschließlich Software und Zahlungstechnik, damit sich die Gesamtkosten mit anderen Lösungen vergleichen lassen.
Toshiba Pro-X Hybrid Kiosk
Der Pro-X Hybrid Kiosk ist auf den Wechsel zwischen Selbstbedienung und einer durch Mitarbeiter:innen bedienten Kasse ausgelegt. Mit der optionalen drehbaren Basis lässt sich das Gerät zum Personal ausrichten und anschließend wieder zu den Kund:innen zurückdrehen. So kann dein Team am selben Kassenplatz übernehmen.
Toshiba nennt außerdem die Kompatibilität mit der eigenen CHEC-Software und Windows-basierten POS-Anwendungen. Daraus folgt jedoch keine automatische Anbindung an dein vorhandenes Kassensystem. Lass vor der Auswahl prüfen, welche Software, Schnittstellen und Zusatzgeräte für deinen Betrieb erforderlich sind.
Selbstbedienungskassen einführen: So gehst du vor
Steht deine Entscheidung für eine Selbstbedienungskasse fest, beginnt die Vorbereitung auf den täglichen Betrieb. Plane dafür eine Testphase ein, in der du technische Abläufe prüfst und dein Team mit dem System vertraut machst. So kannst du Probleme beheben, bevor viele Kund:innen gleichzeitig die neue Kasse nutzen.
1. Kassensoftware einrichten und Artikeldaten prüfen
Stimme mit deinem IT-Team ab, wie die Selbstbedienungskasse auf deine Artikeldaten zugreift und abgeschlossene Verkäufe an die angeschlossenen Systeme übermittelt. Lege außerdem fest, wer künftig Preise und Produktinformationen pflegt.
Prüfe anschließend mit ausgewählten Testartikeln, ob Barcodes, Bezeichnungen und Preise richtig zugeordnet sind. Berücksichtige dabei auch Besonderheiten deines Sortiments, etwa Pfand oder Ware mit unterschiedlichen Verkaufseinheiten. Wenn du Gutscheine und Rabattaktionen anbietest, gehören diese ebenfalls in den Funktionstest.
2. Den Kassenbereich übersichtlich gestalten
Platziere die Stationen so, dass Kund:innen sie auf dem Weg zur Kasse wahrnehmen und dein Team den Bereich gut überblicken kann.
Plane genügend Bewegungsfläche ein, auch für Menschen mit Rollstuhl oder Kinderwagen. Teste vor Ort, ob Bildschirm und Zahlungsterminal erreichbar sind und Einkaufstaschen abgestellt werden können, ohne den Durchgang zu blockieren. Hinweise zu akzeptierten Zahlungsarten sollten bereits vor dem Anstellen erkennbar sein.
3. Mitarbeiter:innen schulen und Zuständigkeiten festlegen
Lass deine Mitarbeiter:innen typische Situationen praktisch durchspielen. Dazu gehören beispielsweise eine abgebrochene Zahlung oder ein Artikel, der sich nicht erfassen lässt. Dein Team sollte wissen, welche Probleme es selbst lösen kann und wann es den technischen Support einschalten muss.
Bestimme für jede Schicht, wer die SB-Kassen betreut und wer bei mehreren gleichzeitigen Anfragen unterstützt. Halte die wichtigsten Handgriffe und Supportkontakte in einer kurzen Anleitung fest. Beziehe auch die Erfahrungen deiner Mitarbeiter:innen ein.
4. Mit einem begleiteten Testbetrieb starten
Beginne zunächst mit wenigen Stationen oder einem einzelnen Standort. Halte während dieser Phase eine alternative Kasse bereit und plane persönliche Unterstützung für Kund:innen ein, die das System zum ersten Mal ausprobieren.
5. Ergebnisse auswerten und Abläufe anpassen
Lege vor dem Start fest, woran du den Testbetrieb bewertest. Erfasse dafür beispielsweise:
- die Wartezeit bis zu einer freien Kasse,
- den Anteil der Einkäufe, bei denen Mitarbeiter:innen eingreifen müssen,
- die häufigsten Ursachen für Unterbrechungen,
- die Rückmeldungen von Kund:innen und deinem Team.
Vergleiche möglichst ähnliche Wochentage und Uhrzeiten. Wenn viele Rückfragen dieselbe Bildschirmanzeige betreffen, kannst du gezielt an der Benutzerführung arbeiten. Werden freie Stationen übersehen, solltest du ihre Beschilderung oder Position prüfen. Weite den Einsatz aus, sobald die Abläufe stabil funktionieren und dein Team den Bereich zuverlässig betreuen kann.
Selbstbedienungskasse und Shopify POS: Welche Möglichkeiten hast du?
Eine vollständige, eigenständige Selbstbedienungskasse gehört derzeit nicht zum Standardumfang von Shopify POS. Du kannst deine Kund:innen jedoch stärker in den Checkout einbeziehen, indem du ihnen einzelne Schritte überlässt:
- Warenkorb prüfen: Über ein Kundendisplay verfolgen Kund:innen die erfassten Produkte und Preise, während dein Team den Einkauf zusammenstellt.
- Beleg auswählen: Mit der aktivierten Belegauswahl entscheiden Kund:innen selbst, welche der verfügbaren Belegarten sie erhalten möchten.
- Auf dem Smartphone bezahlen: Wählt dein Team Shop Pay als Zahlungsart aus, können Kund:innen den angezeigten QR-Code scannen und den vorbereiteten Einkauf auf ihrem Smartphone bezahlen.
Das Erfassen der Artikel bleibt dabei Aufgabe deiner Mitarbeiter:innen. Für eine Selbstbedienungskasse, an der Kund:innen ihre Waren auch eigenständig scannen, benötigst du eine zusätzliche, dafür ausgelegte Lösung.
Wie du dein Shopify POS System einrichtest, erfährst du in diesem Video (auf Englisch):
Fazit: Passt eine Selbstbedienungskasse zu deinem Geschäft?
Eine Selbstbedienungskasse kann deinen Kassenbereich entlasten, wenn sie zu deinem Sortiment und den Einkaufsgewohnheiten deiner Kund:innen passt. Ob eine klassische SB-Kasse, Scan & Go oder eine Lösung mit automatischer Produkterkennung infrage kommt, hängt davon ab, wie du den Einkauf in deinem Geschäft gestalten möchtest.
Für deine Entscheidung zählen neben möglichen kürzeren Wartezeiten auch der Betreuungsaufwand und die gesamten Kosten. Vergleiche konkrete Modelle deshalb einschließlich Software und benötigter Zusatzgeräte. Mit Shopify POS kannst du bereits einzelne Checkout-Schritte an Kund:innen übergeben, für das eigenständige Scannen brauchst du jedoch eine zusätzliche Lösung.
Starte mit einem überschaubaren Testbetrieb und beziehe deine Mitarbeiter:innen früh ein. Wenn du beobachtest, wie häufig Unterstützung nötig ist und ob sich die Abläufe tatsächlich verbessern, kannst du fundiert entscheiden, ob und in welchem Umfang du Selbstbedienungskassen einsetzen möchtest.




