Bevor du dir die WooCommerce-Alternativen anschaust, schau dir erst einmal WooCommerce selbst an. WooCommerce ist ein kostenloses Plugin für WordPress. Es verwandelt WordPress-Websites in E-Commerce-Shops und ermöglicht es Händler:innen, eine Website mit eigenem Branding, eigenen Produkten und eigenem Check-out zu erstellen.
2015 kaufte Automattic, das Unternehmen hinter WordPress.com, WooCommerce. Seitdem ist das Plugin stark gewachsen: Rund 4 Millionen Onlineshops nutzen im September 2026 aktiv WooCommerce, um online zu verkaufen. Trotzdem ist WooCommerce nicht für jeden Shop die beste Wahl. Viele E-Commerce-Funktionen erfordern zusätzliche kostenlose oder kostenpflichtige Erweiterungen, und diese können Setup, Wartung und Kosten schnell komplexer machen.
Wenn du die Funktionen deines WordPress-Shops erweitern oder zu einer speziellen E-Commerce-Plattform wie Shopify wechseln möchtest, solltest du dir auch bekannte WooCommerce-Alternativen ansehen. In diesem Beitrag erhältst du einen Überblick über acht davon, erfährst die wichtigen Vor- und Nachteile und welche Optionen es gibt, falls du bei WordPress bleiben möchtest.
Warum du über eine WooCommerce-Alternative nachdenken solltest
Wenn dein Shop gerade stark wächst, lohnt es sich, dich über WooCommerce-Alternativen zu informieren. Im Gegensatz zu WooCommerce sind gehostete Shopsysteme speziell für E-Commerce gemacht. WooCommerce selbst ist eine Erweiterung von WordPress, einem Content-Management-System, das ursprünglich für Blogging entwickelt wurde.
Und weil es eben nicht auf E-Commerce ausgelegt ist, kann das Betreiben deines Shops im Hintergrund schnell chaotisch werden.
Mit Alternativen wie Shopify kannst du dich darauf konzentrieren, zu verkaufen, anstatt dich mit der technischen Umsetzung deines Shops herumzuschlagen.
WooCommerce Alternativen: Top 8
- Shopify
- OXID eShop
- Shopware
- Salesforce Commerce Cloud
- Adobe Commerce (früher Magento)
- Spryker
- Weebly
- Squarespace
Wenn du nicht an WordPress gebunden bist, gibt es spezielle Tools, die du anstelle von WooCommerce verwenden kannst. Diese Plattformen sind so konzipiert, dass sie alles enthalten, was du für den Online-Verkauf benötigst, und bieten optionale Apps und Add-ons, mit denen du deinen Shop weiter anpassen kannst.
Hier die acht besten WooCommerce-Alternativen für den deutschen Markt:
1. Shopify

Shopify und WooCommerce werden beide von Unternehmer:innen genutzt, um ihre Onlineshops zu starten. Wenn diese Unternehmen jedoch wachsen, bietet Shopify mit seiner größeren Auswahl an Tools und Funktionen Händler:innen mehr Möglichkeiten, Produkte zu verwalten und Kund:innen zu bedienen.
Mit Shopify kannst du jeden Aspekt deines Shops verwalten, vom Webdesign über Zahlungen und Versand bis hin zu physischen POS-Systemen. Shopify-User:innen erhalten außerdem Zugang zu branchenführenden Funktionen wie schnellen Ladezeiten. Im Gegensatz zu WooCommerce enthalten alle Shopify-Tarife Hosting mit unbegrenzter Bandbreite. Auch Serverwartung, Sicherheitsupdates und PCI-Compliance werden für dich verwaltet. Zu den integrierten Funktionen zählen unter anderem Bestandsverwaltung, Analytics, Rabattcodes, Geschenkkarten, kostenlose Themes, Vertriebskanäle und KI-Tools wie Shopify Sidekick. Sidekick unterstützt dich beispielsweise beim Schreiben von Produkttexten, beim Bearbeiten von Bildhintergründen oder beim Finden von Antworten in der Plattform. Die Fülle an Tools von Shopify mag für neue Benutzer:innen im Vergleich zur kleineren Produktpalette von WooCommerce abschreckend wirken. Es gibt jedoch zahlreiche Ressourcen für neue und etablierte Unternehmer:innen. Ein aktives Community-Forum, ein Support-Hub und kostenlose Lernressourcen führen Händler:innen durch jede Phase ihrer E-Commerce-Reise.
Eine Nutzerin beschreibt ihre Erfahrung mit Shopify so:
„Ich liebe es, dass das Shopify-Team einen großartigen Job gemacht hat, um es einfach einzurichten und zu benutzen. Eine weitere überraschende Sache ist, dass Shopify mit fast allem, was es gibt, integriert ist.“
- Kristina, Verkäuferin bei E-Commerce-KL, OMR-Reviewerin

Preise
Die folgenden Preise gelten bei jährlicher Zahlung:
- Basic, 27 € pro Monat: Grundpaket mit Basisfunktionen für Einzelunternehmer:innen.
- Grow, 79 € pro Monat: Paket für kleinere Teams mit 5 zusätzlichen Mitarbeiterkonten.
- Advanced, 289 € pro Monat: Für Unternehmen in der Wachstumsphase mit bis zu 15 Mitarbeiterkonten und erweitertem 24/7-Support.
- Plus, ab 2.100 € pro Monat: Enterprise-Variante für große Unternehmen mit internationalem Verkauf.
Hier die Vor- und Nachteile im Überblick.
Features
- Einfache Installation und Bedienung, auch für Nicht-ITler:innen
- Sehr detaillierte Dokumentation
- Content-Management
- Insbesondere Marketing-zentriert, Verkauf über soziale Medien möglich
- Individualisierbares Design
- Alle wichtigen Funktionen und Schnittstellen bereits an Bord
- Hosting mit unbegrenzter Bandbreite inklusive
- Automatische Sicherheitsupdates und PCI-Compliance
- KI-Tools nativ in der Plattform verfügbar
- Unterschiedlichste Kostenpläne für verschiedene Unternehmensgrößen
- Hohe Skalierbarkeit
- Zahlreiche Erweiterungen im eigenen App Store
- Software zum Tracken von Metriken inklusive
- Ausgezeichneter Support durch Kundenservice, Shopify-Expert:innen und eine große Community
Kritikpunkte
- DSGVO-Konformität erfordert basierend auf Setup zusätzliche Einstellungen oder Apps
- Komplexere Änderungen am Shop nur über das Backend möglich
Shopify vs. WooCommerce
Auch wenn Shopify anders als WooCommerce schon in der Basisversion einen kleinen Beitrag kostet, ergeben sich für dich zahlreiche Vorteile: 24/7-Support und ausführliche Dokumentationen auf Deutsch, Skalierbarkeit und diverse Möglichkeiten zur Individualisierung deines Shops. Shopify ist mit seinen umfangreichen E-Commerce-Funktionen eine umfassende Lösung für kleine und große Shops.
Der wichtigste Unterschied: Shopify ist eine vollständige Commerce-Plattform, WooCommerce dagegen ein WordPress-Plugin. Bei WooCommerce musst du häufig mehrere Erweiterungen, Hosting-Anbieter:innen und Sicherheitsmaßnahmen miteinander kombinieren. Shopify bündelt diese Bereiche in einer zentralen Lösung.
In diesem Video (auf Englisch) findest du einen ausführlichen Vergleich zwischen WooCommerce und Shopify:
2. OXID eShop

Die OXID eSales AG hat ihren Sitz in Freiburg und bietet ihre Shopsoftware für den B2C- und B2B-E-Commerce in mehreren Editionen an, von der Community Edition bis zur Enterprise Edition.
Gelobt wird vor allem die Zuverlässigkeit des Systems und seine Sicherheit, kritisch sehen User:innen allerdings die kleine Auswahl an Entwickler:innen.
„Das Backend wurde zwar überarbeitet, kommt aber immer noch etwas altbacken daher. Da viele Agenturen/Entwickler:innen sich auf andere Shop-Software-Anbieter konzentrieren, ist die Auswahl an Entwickler:innen mit OXID-Erfahrung geringer. Entsprechend ist auch die Auswahl an fertigen Modulen für Sonderwünsche geringer.“
- Stefan, Leiter E-Commerce bei EUROtops Versand GmbH, OMR-Review

Preise
- Community Edition Quellcode: Kostenlos als Open Source
- Community Edition: 121 € pro Monat bei 36 Monaten Laufzeit. Hat dein Unternehmen weniger als 100.000 € Jahresumsatz, ist ein Rabatt möglich.
- Professional Edition: 360 € pro Monat bei 36 Monaten Laufzeit, deutschsprachiger Support inklusive.
- Enterprise Edition B2C: 1.123 € pro Monat bei 36 Monaten Laufzeit. Pro Sub-Shop kommen 173 € extra im Monat dazu.
- Enterprise Edition B2B: 1.583 € im Monat bei 48 Monaten Laufzeit. Pro Sub-Shop kommen 173 € extra im Monat dazu.
Features
- Einfache Bedienung
- Quellcode der Community Edition kostenlos als Open Source
- Äußerst stabiles und zuverlässiges System
- Funktionserweiterung und optische Anpassungen per Plugins und Themes möglich
- Hohe Skalierbarkeit
- Anwendung komplett in Deutsch
Kritikpunkte
- Kleine Auswahl an Plugins und Themes
- Veraltetes Design der Bedienelemente
- Limitierte Auswahl an Expert:innen
- Sonderwünsche sind herausfordernd
OXID eShop vs. WooCommerce
Shops auf OXID-Basis arbeiten zuverlässig und sicher; in den kostenpflichtigen Varianten existieren zahlreiche Optionen zur Anbindung von Social-Media-Plattformen oder zahlreichen Zahlungsanbieter:innen. Verglichen mit WooCommerce ist die Auswahl an Erweiterungen und Entwickler:innen allerdings deutlich kleiner.
Lesetipp: Shopify vs. Gambio im Vergleich. Erfahre, welche E-Commerce-Plattform sich besser für deinen Onlineshop eignet!
3. Shopware

Shopware wird seit 2004 von der Shopware AG aus dem nordrhein-westfälischen Schöppingen entwickelt. Dank seiner MIT-Lizenz ist die Community Edition vollkommen kostenfrei und damit für E-Commerce-Einsteiger:innen geeignet.
„Für alles Mögliche werden Plugins benötigt, weil Shopware viele Lücken hat, die geschlossen werden müssen. Ich habe für meinen kleinen Shop mittlerweile zehn Plugins am Start, welche bei Updates kompatibel sein müssen, sonst geht gar nichts mehr. Shopware muss sich hier wirklich überlegen, ob solche Mini-Plugins nicht ins System integriert werden sollen.“
- Mark Dee, Bewertung auf Trustpilot

Preise
- Community: kostenlose Open-Source-Variante unter MIT-Lizenz
- Rise: ab 600 € pro Monat (zzgl. MwSt.)
- Evolve: ab 2.400 € pro Monat (zzgl. MwSt.)
- Beyond: Preis auf Anfrage
Features
- Einfache Installation und Bedienung
- Entwickelt in Deutschland mit Fokus auf DACH
- Schnittstellen zu vielen Zahlungsdienstleister:innen und diversen Warenwirtschaftssystemen
- Funktionserweiterung und optische Anpassungen per Plugins und Themes möglich
- Anwendung komplett in Deutsch
Kritikpunkte
- Versteckte Kosten aufgrund fehlender Funktionalitäten und notwendiger Add-ons
- Kostenpflichtige Pläne mit 600 €+ zu teuer für kleine Shops
Shopware vs. WooCommerce
Shopware bietet ein Shopsystem mit zahlreichen Funktionen und Schnittstellen und eine professionellere Handhabung als WooCommerce. Lediglich im Hinblick auf Individualisierung sind die Möglichkeiten aufgrund weniger Themes beschränkt.
Lesetipp: Strato vs. Shopify: Erfahre, wie ein Wein-Startup durch die Shopify-Migration seinen Umsatz verdoppelte.
4. Salesforce Commerce Cloud

Die Salesforce Commerce Cloud, ehemals Demandware, stammt aus den USA, besitzt aber auch Niederlassungen in Deutschland und Frankreich. Diese Lösung ist für große Unternehmen und Marken, die international über viele Kanäle verkaufen möchten, geeignet.
Preise
Die Plattform unterteilt ihre Preise in B2C Commerce und B2B Commerce, wobei Preise nur auf Anfrage genannt werden.
B2C Commerce
- Growth: 5 Sites, 10 Preislisten
- Plus: 100 Sites, 3.500 Preislisten
- Premium: 100 Sites, 3.500 Preislisten, umfassende Auftragsverwaltung, Data Cloud ermöglicht Personalisierung
B2B Commerce
- Growth: 6 B2B-Storefronts, Basis-Auftragsverwaltungssystem, Analytics
- Advanced: 10 B2B-Storefronts
Features
- Flexibles System, stark an die eigenen Bedürfnisse anpassbar
- Großer Funktionsumfang
- Beständige Weiterentwicklung
- Gute Skalierbarkeit
Kritikpunkte
- Erfordert fundierte IT-Kenntnisse
- Für kleine bis mittlere Shops teuer
- Intransparente Preise
Salesforce Commerce Cloud vs. WooCommerce
Kleine und mittlere Shops mit geringem Budget sind bei WooCommerce gut aufgehoben. Salesforce Commerce Cloud ist dagegen eine Enterprise-Lösung für Händler:innen mit vielen Shops, Märkten und Preislisten. Salesforce übernimmt für dich die Einrichtung, für die Anpassung brauchst du eine Agentur oder ein Entwicklungsteam.
Lesetipp: Shopify vs. Jimdo: Erfahre die wichtigsten Unterschiede zwischen diesen zwei Shopsystemen.
5. Adobe Commerce (früher Magento)

Adobe Commerce (ehemals Magento) ist eine technischere WooCommerce-Alternative für große Einzelhändler:innen mit mehreren Marken oder komplexeren Back-Office-Anforderungen.
Gleichzeitig benötigt Adobe Commerce deutlich mehr technisches Know-how als viele andere Plattformen. Für große Enterprise-Unternehmen kann diese hohe Anpassbarkeit ein Vorteil sein. Für kleinere Teams bedeutet sie oft höhere Implementierungs-, Wartungs- und Agenturkosten.
„Ein wahnsinnig starres System, das individuelle Lösung extrem erschwert. Und individuelle Lösungen können alleine schon leichte Änderungen am Kategoriebaum sein oder leicht andere Darstellungen auf Kategorie-Seiten. Auch ein sauberes Feed- und Category-Management ist mit Magento ein Horror - einfach, weil das System so starr und klobig ist.“
- Patrick, E-Commerce-Manager bei Rossignol, OMR-Review

Preise
Adobe Commerce bietet vier Möglichkeiten, seine Plattform zu nutzen:
- SaaS (Adobe Commerce as a Cloud Service)
Bei der Cloud-Service-Version teilt sich dein Shop mit anderen Shops eine Infrastruktur. Adobe macht Funktions- und Sicherheitsupdates automatisch. Preis auf Anfrage.
- PaaS
Bei der Cloud-Version hat dein Shop seine eigene, dedizierte Cloud-Infrastruktur. Der Preis steigt mit dem Umsatz. Als Beispiel fallen bei 25 Millionen $ (ca. 22 Millionen €) Jahresumsatz um die 190.000 $ (ca. 170.000 €) pro Jahr an, laut Schätzungen aber mindestens 40.000 $ (ca. 36.000 €) pro Jahr.
- Adobe Commerce Optimizer
Diese Variante ist eine Storefront- und Merchandising-Lösung als Cloud-Dienst, die du mit anderen Shopsystemen kombinieren kannst. Preis auf Anfrage.
- Magento Open Source
Die Basisversion, die Open Source, also kostenlos, verfügbar ist. Das bedeutet, dass du Hosting, Support, Wartung und Entwicklung selbst organisieren musst.
Features
- Weite Verbreitung
- Enorm große Auswahl an Add-ons und Designs
- Großer Funktionsumfang bereits in der Basisversion
- Für komplexe Enterprise-Anforderungen stark anpassbar
- KI-Funktionen und integrierte Verkaufskanäle verfügbar
Kritikpunkte
- Shops, die nicht „von der Stange“ sind, sind sehr teuer
- Komplexe Bedienung, IT-Kenntnisse erforderlich
- Starres Design, Anpassungen erfordern großen Aufwand
- Keine einfache Lösung für Teams, die ohne Entwickler:innen arbeiten möchten
Adobe Commerce vs. WooCommerce
WooCommerce ist größtenteils kostenlos und ideal für kleine bis mittlere Shops. Adobe Commerce richtet sich an große Händler:innen mit komplexen Anforderungen und die Cloud-Varianten starten bei ca. 40.000 $ (ca. 36.000 €) pro Jahr. Dafür sind Hosting und Support bei den Cloud-Varianten mit im Preis enthalten, bei WooCommerce musst du dich selbst darum kümmern. Allerdings brauchst du Kenntnisse in der Entwicklung oder musst Entwickler:innen beauftragen, um deinen Shop online zu bringen. Für WooCommerce reichen grundlegende Kenntnisse in WordPress.
6. Spryker

Spryker ist eine Plattform mit Fokus auf B2B- und B2C-Commerce sowie Marktplatz-Integrationen. Das System setzt auf eine Headless-Architektur. Das bietet vor allem Anwender:innen mit viel technischem Know-how einen großen Spielraum, um individuelle E-Commerce-Websites zu erstellen.
„Spryker besticht durch seine Modularität. Für viele Fragestellungen im E-Commerce bietet Spryker einzelne Programm-Pakete, die beliebig kombiniert werden können. Und wenn ein Paket nicht passt, ist es möglich, eigene Pakete zu bauen und den Dienst so komplett an den eigenen Geschäftsvorgang anzupassen.
Der größte Vorteil, die Modularität, kann auch zum Nachteil werden, denn die Modularität bedeutet auch Komplexität in der Konzeption. Es ist ein gewisses technisches Know-how und E-Commerce-Erfahrung erforderlich, um eine Spryker-basierte Plattform zu launchen.“
- Johannes, Bewertung auf OMR

Preise
- Den Preis kommuniziert Spryker nur auf Anfrage. Laut Branchenanalysen starten Enterprise-Lizenzen bei 100.000 € pro Jahr plus technischer Umsetzung.
Features
- Headless-Frontend
- Modulare Commerce-Plattform für B2B und B2C
- Cloud-basiertes Hosting via AWS (Amazon Web Services)
Kritikpunkte
- Hohe Komplexität
- Intransparentes Preismodell
- Website und Dokumentation nur auf Englisch
Spryker vs. WooCommerce
Das Headless-Frontend von Spryker bietet mehr Individualisierungsmöglichkeiten als die meist monolithischen Templates von WooCommerce. Insbesondere für E-Commerce-Starter:innen könnte die Commerce-Plattform aber etwas erschlagend daherkommen, da Modularität und Headless-Architektur ein gewisses technisches Know-how erfordern.
7. Weebly

Weebly ist eine E-Commerce-Plattform, die seit 2018 zu Square gehört. Diese Lösung richtet sich vor allem an E-Commerce-Neulinge mit einem überschaubaren Produktsortiment und bietet für diese eine solide E-Commerce-Software für den Einstieg. Für seinen Support erntet Weebly leider immer wieder Kritik. Außerdem hat sich Weebly im September 2026 aus 67 Ländern zurückgezogen. Deutschland ist hiervon nicht betroffen.
„Leider ist der Kundenservice unterirdisch schlecht. Keine Reaktion/Antwort seitens des Service-Centers bei Weebly erhalten. Ich habe beispielsweise umgehend die Pro-Version bezahlt und nach Wochen ist die Seite immer noch nicht online.“
- Nina, Bewerterin auf Trustpilot

Preise
Weebly gibt es in vier Varianten mit unterschiedlichem Funktionsumfang.
- Free (kostenlos): Werbefinanziert, kostenloses SSL-Zertifikat.
- Personal, 13 $ (ca. 12 €) pro Monat bei jährlicher Zahlung: Eigene Domain, unbegrenzter Speicher, werbefrei.
- Professional, 15 $ (ca. 13 €) pro Monat bei jährlicher Zahlung: zusätzliche kostenlose Domain und erweiterte Statistiken.
- Performance, 32 $ (ca. 28 €) pro Monat bei jährlicher Zahlung: zusätzlicher Telefon- und Priority-Support.
Features
- Gratis-Tarif
- Gute Einbindung von Zahlungsdienstleister:innen dank Square
- Smartphone-App für die Bearbeitung von unterwegs
- Gute SEO- und Marketing-Tools
Kritikpunkte
- Web-Editor wirkt etwas veraltet
- Eingeschränkte Personalisierung
- Langsamer Support
- Wenig Vorlagen
Weebly vs. WooCommerce
Verglichen mit WooCommerce ist Weebly eher der Underdog. Vor allem der Mangel an professionellen Themes und Vorlagen erschwert das Erstellen einer ansprechenden Website. Immerhin lassen sich Farbkombinationen, Schriften, Buttons und einige Layouts global bearbeiten. Marketingtechnisch ist die E-Commerce-Plattform von Square recht gut aufgestellt.
8. Squarespace

Squarespace würde 2003 in New York gegründet und hat somit seinen Sitz in den USA. Du kannst dir mithilfe des Squarespace Website-Baukasten visuell eine eigene Website bauen. Du kannst entweder alles selbst designen oder mit einer anpassbaren Vorlage starten. Programmierkenntnisse brauchst du nicht.
E-Commerce-Funktionen sind im jeden Tarif erhalten. Du kannst phsyische Produkte, digitale Produkte, Dienstleistungen und Mitgliedschaften verkaufen.
Gründer wie Baudoin von ReValued loben die großen Auswahl an verfügbaren Vorlagen, sowie die Möglichkeit eine Website ohne viel Programmierkenntnisse zu erstellen:
„Ich selber habe nur wenig Ahnung von Programmieren, daher wäre es für mich extrem kompliziert, selber eine Webseite zu erstellen. Squarespace ermöglicht mir, hier leicht und ohne viel Vorerfahrung selber eine professionelle Seite zu erstellen.“

Preise
Bei jährlicher Zahlung zahlst du folgende Beträge zzgl. Mehrwertsteuer. Außerdem kommen diverse Gebühren für Shop-Verkäufe hinzu, sowie auf digitale Produkte und Mitgliedschaften.
- Basic: 19 $ (ca. 17 €)
- Core: 29 $ (ca. 26 €)
- Plus: 49 $ (ca. 44 €)
- Advanced: 99 $ (ca. 88 €)
Features
- Hosting ist inklusive
- Hochwertige, anpassbare Vorlagen für jede Branche
- Einfache Drag-and-Drop-Bedienung
Kritikpunkte
- Im Basic-Tarif 2 % Transaktionsgebühr für Verkäufe
- Hohe Gebühren auf digitale Produkte in Basic-Tarif und Core-Tarif
- Ungeeignet für große Shops mit vielen Produkten
Squarespace vs. WooCommerce
Squarespace ist ideal für alle, die einen Shop ohne steile Lernkurve online bringen möchten. Der visuelle Drag-and-Drop-Editor ermöglicht einfaches Gestalten. Bei WooCommerce musst du verstehen wie WordPress funktioniert, Funktionen aufwendig einrichent und eventuell noch weitere Plugins herunterladen.
Auf WordPress verkaufen – ohne WooCommerce
Du möchtest deine bestehende WordPress-Seite behalten, aber WooCommerce vermeiden? Dann gibt es weitere Ansätze. Einige Tools fügen einen externen Check-out in deine Website ein. Andere funktionieren wie WooCommerce als WordPress-Plugin, sind aber stärker auf bestimmte Geschäftsmodelle spezialisiert.
Shopify Buy Button
Der Shopify Buy Button (auf Deutsch Schaltfläche „Kaufen“) erstellt Code, den du in eine bestehende Website oder einen Blog einbetten kannst. So kannst du Produkte oder Kollektionen verkaufen, ohne deinen kompletten WordPress-Auftritt zu migrieren. Der Button lässt sich an dein Branding anpassen und kann für physische Produkte oder digitale Downloads genutzt werden.
Ein Vorteil gegenüber WooCommerce: Der Shopify Buy Button ist nicht auf WordPress beschränkt. Du kannst ihn auch auf anderen Websites einsetzen und mehrere Seiten gleichzeitig monetarisieren. Check-out, Zahlungen und Commerce-Verwaltung laufen über Shopify, während deine Inhalte auf WordPress bleiben.
- Gut geeignet für: Händler:innen, die WordPress behalten und trotzdem Shopify-Funktionen nutzen möchten.
- Wichtig zu wissen: Für ein komplettes Shop-Erlebnis ist eine vollständige Commerce-Plattform oft langfristig flexibler.
SureCart
SureCart ist ein WordPress-E-Commerce-Plugin für physische Produkte, digitale Produkte und Abonnements. Es arbeitet mit dem nativen WordPress-Blockeditor Gutenberg und ist dadurch mit vielen WordPress-Themes kompatibel.
Zu den Funktionen gehören ein No-Code-Check-out-Editor, Zahlungspläne, benutzerdefinierte Felder und bedingte Felder im Check-out.
- Gut geeignet für: WordPress-Nutzer:innen, die ein modernes Plugin mit Fokus auf Check-out-Anpassung suchen.
- Wichtig zu wissen: Je nach Tarif können Transaktionsgebühren anfallen.
- Preise: kostenlos mit 2,9 % Transaktionsgebühr oder ab 199 $ (ca. 177 €) pro Jahr.
Ecwid
Ecwid bietet ein WordPress-Plugin, das mit vielen Themes kompatibel ist und zahlreiche Zahlungsanbieter:innen unterstützt, darunter PayPal und Stripe. Versandkosten können in Echtzeit angezeigt werden, etwa über Anbieter:innen wie UPS oder FedEx.
Ecwid lässt sich auch außerhalb von WordPress nutzen. Dazu gehören Verkaufsmöglichkeiten über Social-Media-Plattformen und Marktplätze wie eBay, Amazon oder Google Shopping.
- Gut geeignet für: kleine Shops, die Produkte über mehrere Kanäle verkaufen möchten.
- Wichtig zu wissen: Günstige Tarife können Produktlimits haben; erst ab Business-Tarif kannst du über Marktplätze verkaufen.
- Preise: ab 5 $ (ca. 4 €) verfügbar.
Easy Digital Downloads
Easy Digital Downloads ist eine WooCommerce-Alternative für WordPress-Seiten, die digitale Produkte verkaufen. Dazu zählen E-Books, Musik, Vorlagen, Dokumente oder andere virtuelle Produkte.
Das Plugin bietet Warenkorb, Buy-Now-Button, Zahlungen über Stripe, PayPal und Apple Pay, ein Analytics-Dashboard sowie Funktionen für Abonnements, kostenlose Testversionen und Rabattcodes.
- Gut geeignet für: Anbieter:innen digitaler Produkte.
- Wichtig zu wissen: Physische Produkte kannst du nur mit den kostenpflichtigen Tarifen über die Erweiterung Simple Shipping verkaufen.
- Preise: Lite-Version kostenlos, sonst ab 99,50 $ (ca. 89 €) pro Jahr als Einführungspreis. Wenn du physische Produkte verkaufen möchtest, musst du den Professional-Tarif für 299,50 $ (ca. 267,35 €)oder höher abschließen.
MemberPress
MemberPress ist ein WordPress-Plugin für wiederkehrende Zahlungen und Mitgliedschaften. Du kannst damit digitale Produkte wie Onlinekurse, exklusive Podcast-Folgen oder Artikel hinter einer Paywall verkaufen.
Zu den Funktionen gehören ein integriertes Learning-Management-System, ein Drag-and-drop-Kurseditor und Unterstützung für PayPal (erst ab Growth-Tarif) sowie Stripe.
- Gut geeignet für: Mitgliedschaften, Kurse und geschützte Inhalte.
- Wichtig zu wissen: Physische Produkte werden nicht direkt unterstützt.
- Preise: ab 199,50 $ (ca. 178 €) pro Jahr als Einführungspreis.
Vorteile von WooCommerce
Für den Erfolg von WooCommerce gibt es drei gute Gründe:
- Größtenteils kostenlos: WooCommerce operiert unter der GNU General Public License, ist also eine freie Software, die jedem das Recht auf Nutzung und Veränderung erlaubt. Kurzum: Alle Kernfunktionen von WooCommerce stehen als kostenloser Download für alle zur Verfügung.
- Einfache Bedienung: Möchtest du nur Basisfunktionen von WooCommerce nutzen, benötigst du dafür keine Programmierkenntnisse. Als Plugin für WordPress basiert es auf der gleichen Benutzeroberfläche. Findest du dich in diesem Content-Management-System (CMS) zurecht, wirst du auch mit WooCommerce keine Schwierigkeiten haben.
- Hohe Anpassbarkeit: Da der Quellcode von WooCommerce offen liegt, haben findige Programmierer:innen etliche Erweiterungen entwickelt, die sie WooCommerce-Nutzenden anbieten. Diese reichen von Themes bis hin zu Softwarepaketen mit zahlreichen neuen Funktionen.
Lesetipp: E-Commerce-Plattform: Wie du die beste für deinen Shop findest, erfährst du hier.
Nachteile von WooCommerce
Die wesentlichsten Nachteile sind diese:
- Eben nur größtenteils kostenlos: Das Basispaket gibt es umsonst, für die meisten Erweiterungen müssen Nutzende dagegen zahlen. Wer einen Shop mit zahlreichen Features haben möchte, muss dementsprechend zahlen. Kostenpflichtige Erweiterungen können zum Beispiel für Abonnements, Produktbundles, Geschenkkarten, Marketing-Automatisierung oder einen One-Page-Check-out anfallen.
- Hosting ist nicht enthalten: Bei WooCommerce musst du Webhosting separat organisieren. Das verursacht zusätzliche Kosten und erhöht die Komplexität. Außerdem musst du stärker darauf achten, dass dein Setup sicher und PCI-konform bleibt.
- Speicherplatz und Dateiverwaltung: Wenn dein Shop wächst, können die Speichergrenzen von WordPress schnell relevant werden. Für zusätzliche Produktbilder, Inhalte und Daten brauchst du unter Umständen weitere kostenpflichtige Speicherlösungen.
- Status als Plugin erschwert professionellen E-Commerce: WooCommerce wurde zwar als Shopsystem konzipiert, läuft aber auf Basis von WordPress, einem CMS, das ehemals für die Veröffentlichung von Blogbeiträgen entwickelt wurde.
So findest du die passende WooCommerce Alternative
Welche Alternative für dich am besten passt, hängt von deiner aktuellen Shopgröße, deinen technischen Ressourcen und deinen Wachstumsplänen ab. Achte besonders auf diese Kriterien:
Plattformtyp
Überlege zuerst, ob du bei WordPress bleiben möchtest oder ob eine eigenständige E-Commerce-Plattform sinnvoller ist. Wenn du nur wenige Produkte verkaufst und deine bestehende WordPress-Seite behalten willst, kann ein Plugin oder ein eingebetteter Check-out reichen. Wenn du dagegen langfristig skalieren möchtest, ist eine vollständige Plattform wie Shopify oft stabiler.
Benutzerfreundlichkeit
Open-Source-Software wie WooCommerce kann viel Freiheit bieten, verlangt aber oft mehr technisches Management. Wenn du möglichst ohne Entwickler:innen arbeiten möchtest, solltest du auf eine Plattform achten, die Hosting, Sicherheit, Updates, Themes und Support stärker bündelt.
Skalierbarkeit
Ein Shop mit wenigen digitalen Produkten hat andere Anforderungen als ein wachsender Onlineshop mit vielen Bestellungen, Lagerorten und Vertriebskanälen. Prüfe daher, ob deine Plattform Bestandsverwaltung, schnelle Ladezeiten, stabile Check-outs und Integrationen für Marketing und Versand zuverlässig unterstützt.
Kosten
Vergleiche nicht nur den monatlichen Grundpreis. Rechne Hosting, kostenpflichtige Erweiterungen, Entwickleraufwand, Wartung, Agenturkosten und mögliche Transaktionsgebühren mit ein. Gerade bei WooCommerce kann die Summe aus vielen Einzelteilen höher ausfallen als der Preis einer gehosteten Komplettlösung.
Die Qual der Wahl: Welche WooCommerce Alternative passt zu dir?
Andere Optionen zum großen Klassiker WooCommerce für deinen Onlineshop existieren reichlich. Diese Top-Liste ist dabei nicht einmal vollständig, sondern umfasst nur die besten und bekanntesten Alternativen für verschiedene Anforderungen.
Schaue dir Shopify im Vergleich zu anderen Anbieter:innen an und überzeuge dich selbst von den Vorteilen.
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Häufig gestellte Fragen zu WooCommerce Alternativen
Was ist WooCommerce?
Bei WooCommerce handelt es sich um ein WordPress-Plugin für Onlineshops. Aufgrund der großen Verbreitung des CMS gehört WooCommerce zu den weltweit meistgenutzten Lösungen für den E-Commerce.
Für wen eignet sich WooCommerce?
WooCommerce ist vor allem für kleinere und mittelständische Unternehmen geeignet. Auch für Start-ups kann WooCommerce die richtige Wahl sein. Wenn dein Onlineshop wächst und damit auch die technischen Anforderungen, kann eine Umstellung auf ein anderes Shopsystem, zum Beispiel Shopify, sinnvoll sein.
Ist WooCommerce Open-Source?
Ja, bei WooCommerce handelt es sich um eine Open-Source-Software. Allerdings handelt es sich im Gegensatz zu Shopify um kein selbstständiges Shopsystem. WooCommerce basiert auf dem Content-Management-System WordPress.
Welche E-Commerce-Plattform ist am einfachsten zu bedienen?
Das hängt sicher von der eigenen Nutzererfahrung und Affinität für Homepage-Baukästen ab. Shopify ist besonders für Einsteiger:innen geeignet, da sich damit auch ohne Programmierkenntnisse funktionale E-Commerce-Shops bauen lassen.
Ist WooCommerce dasselbe wie WordPress?
Nein. WordPress ist ein Content-Management-System. WooCommerce ist ein Plugin, das WordPress um E-Commerce-Funktionen erweitert. Ohne WordPress kannst du WooCommerce nicht nutzen.
Warum sollte ich eine WooCommerce Alternative in Betracht ziehen?
Eine Alternative kann sinnvoll sein, wenn dein Shop durch viele Plugins langsam wird, die Kosten für Erweiterungen steigen, du mehr Support brauchst oder du Hosting, Sicherheit und Updates nicht selbst verwalten möchtest.
Ist Shopify besser als WooCommerce?
Für Händler:innen, die eine zentrale und skalierbare Commerce-Plattform suchen, ist Shopify oft die bessere Wahl. Shopify bringt viele Funktionen direkt mit, darunter Hosting, Check-out, Zahlungsabwicklung, POS, Vertriebskanäle und Support. WooCommerce ist flexibler im WordPress-Umfeld, benötigt aber häufiger zusätzliche Plugins und technisches Management.
Was ist der Unterschied zwischen Shopify und WooCommerce?
Shopify ist eine vollständige E-Commerce-Plattform, mit der du einen Onlineshop aufbauen, verwalten und skalieren kannst. WooCommerce ist ein WordPress-Plugin, das einer bestehenden WordPress-Website Shop-Funktionen hinzufügt. Shopify funktioniert unabhängig von WordPress, WooCommerce nicht.












